Bisherige Läufe

2018

Temperaturen über 25 Grad, eine Teilnehmerzahl von rund 8000, ein Familienfest für fast 20.000 Menschen – mit diesen drei Zahlen kann sich der Würzburger Residenzlauf 2018 schmücken. Dass es angesichts dieser Wärme im „Lauf der Asse“ nicht unbedingt zu Spitzenzeiten gereicht hat, war schon fast zu erwarten. Emanuel Kipchirchier Kiprono aus Kenia war als Weltjahresbester angereist und konnte zumindest seiner Favoritenrolle gerecht werden. Allerdings waren die 28:14 in Würzburg dann doch deutlich unter seiner Bestmarke. Den Sieg musste er sich im Schlussspurt gegen seinen Landsmann Vedic Kipkoech (28:16). Bei den Frauen gewann mit der Äthiopierin Melat Yisak Kejeta eine für einen deutschen Verein (PSV Grün Weiß Kassel) startende Athletin in 32:36.  Mit internationaler Elite konnte sich der Residenzlauf auch mit seinem Handbike-Rennen innerhalb der Trophy-Serie schmücken. Bei den Männern gewann Vorjahressieger Vico Merklein, der in der letzten Runde von acht (Gesamtdistanz 20 km) seinen Teamkollegen Kim Klüver Christiansen (Dänemark) – beide Team Sunrise – noch den Sieg um eine Sekunde abluchste. (32:31). Bei den Damen setzte sich Kerstin Abele vom Advina Handbiketeam durch. Insgesamt konnte der Würzburger Residenzlauf als größte Breitensportveranstaltung Unterfrankens exakt 7975 Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Start bringen, das zweitbeste Ergebnis in der 30jährigen Geschichte dieses Events. Es war wieder eine besondere Mischung aus zahlreichen Kindergarten-, Schul- und Jugendläufen sowie den Distanzen 2,5 km, 5 km und 10 km. Insgesamt machen über die Hälfte der Teilnehmerzahl Kinder und Jugendliche aus, an diesem Sonntag waren es ca. 4.400.

2017

Nach den unangenehmen Wetterkapriolen des Vorjahres konnten die zahlreichen Zuschauer, Läufer und natürlich auch Veranstalter des Würzburger Residenzlaufs in diesem Jahr Sonne in Hülle und Fülle rund um das Würzburger UNESCO-Weltkulturerbe erleben. Dass es in diesem Jahr nicht wieder einen Teilnehmerrekord geben würde, lag an dem verlängerten Wochenende, das insbesondere bei den Schulläufen viele Starter kostete. Erstmals in diesem Jahr boten die Veranstalter allen Kindergartenkindern mit dem „Schnupperlauf“ die Möglichkeit ohne erwachsene Begleitung auf die Strecke zu gehen. Dieses Angebot wurde sehr dankend angenommen und die beiden darauf folgenden Kindergartenläufe deutlich entzerrt. Unter den Augen von Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Kultur-, Schul- und Sportreferent Muchtar Al Ghusain ging der Hauptlauf mit insgesamt 1633 Starterinnen und Starten auf die 10 km lange Distanz. Beim „Lauf der Asse“ siegte erstmals seit 12 Jahren mit Fate Tola wieder eine deutsche Läuferin. Die Herren-Konkurrenz gewann mit klarem Vorsprung Benard Kimeli aus Kenia, der erst sein zweites Rennen auf europäischem Boden bestritt. Nationale und internationale Spitze war ebenso bei der dritten Auflage des Handbike-Rennens im Rahmen des Residenzlaufs vertreten. Erstmals war Würzburg eine der fünf „Handbike-Trophy“-Stationen. Das Rennen gewannen die jeweiligen Favoriten. Bei den Männern konnte Paralympics-Gewinner Vico Merklein den Sieg erringen, während bei den Frauen erneut Lokalmatadorin Nadia Schumacher siegreich war. Aus rein sportlicher Sicht war die dritte Auflage des Handbike-Rennens einmal mehr ein voller Erfolg, dieses Mal mit bereits knapp 40 Startern.

2016

Bereits nach dem Ende des Voranmeldezeitraums war klar, dass die bisherige Bestmarke der Teilnehmerzahl von 7364 Startern aus Vorjahr bei der 28. Ausgabe des Würzburger Residenzlaufs schon wieder deutlich überschritten werden sollte. Aufgrund der Nachmeldungen wurde die Hoffnung der Verantwortlichen auf erstmals über 8000 Starterinnen und Starter endgültig bestätigt: am Ende waren es mit 8211 Teilnehmern rund 850 mehr als die letztjährige Rekordmarke. Auch wenn es das Wetter zwischendurch mehrfach nicht gut mit den Teilnehmern und Zuschauern meinte - erstmals in der Geschichte des Würzburger Residenzlaufs schneite es phasenweise sogar - konnten die Organisatoren wieder auf eine gelungene und vor allem reibungslose Veranstaltung zurück blicken. Erstmals gingen in diesem Jahr weit über 4000 Kinder aus dem Kindergarten und Schulbereich an den Start und auch der Hauptlauf konnte mit über 2100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erneut mit eine Top-Marke erzielen. Die zweite Auflage des Handbike-Rennens über 20 km konnte nach der gelungenen Premiere im Vorjahr erneut die Zuschauer an der Strecke begeistern und fand mit Lars Hoffmann (Cottbus) und Nadia Schumacher (Würzburg) zwei verdiente und eindeutige Sieger. Vom Wetter arg gebeutelt ging der Start im Lauf der Asse über die Bühne. Hier konnte sich der Kenianer Isaac Kipsang Temoi mit einer Zeit von 29 Min. 10 Sek. doch etwas überraschend vor seinem Landsmann und Vorjahressieger Japhet Korir (29:15 Min.) durchsetzen. Bei den Frauen war Alice Aprot Nawowuna (KEN) mit einer Zeit von 32:12 Min. siegreich, vor Gladys Yator (KEN/32:29 Min).

2015

Der bisherige Teilnehmerrekord für den Würzburger Residenzlauf aus dem Jahr 2010 (7029) konnte in diesem Jahr auf satte 7364 Teilnehmer gesteigert werden. Der Lauf der Asse hat auch eine besondere Premiere zu bieten: erstmals konnte ein Ehepaar – Japhet Korir bei den Männern (27:47 Minuten) und Caroline Chepkemoi bei den Frauen (32:36 Minuten) - ihre jeweilige Wertung für sich entscheiden. Korir lief zudem die schnellste 10-km-Zeit, die im Jahr 2015 überhaupt auf deutschem Boden erzielt wurde. Erstmals in diesem Jahr wurden ambitionierte nationale Teilnehmer, die bisher meist im Hauptlauf an den Start gingen oder der Veranstaltung ganz fern blieben, in den Lauf der Asse verschoben. Rund 60 regionale Starter dokumentierten, wie attraktiv diese Neuerung für sie war. Und trotzdem blieb für den Hauptlauf mit mehr als 2000 Teilnehmern ein weiterer Rekord übrig! Neben diesen Spitzenwerten konnte der Event aber auch mit weiteren tollen Premieren und Läufen aufwarten. Das erstmals in diesem Jahr stattfindende „Handbike-Rennen“ wurde von den Zuschauern an der Strecke mit großer Begeisterung verfolgt und fand in Nadia Schumacher bei den Frauen und Dominik Blessing bei den Männern seine ersten Sieger.

2014

Damit hatte kaum einer gerechnet: der 26. Würzburger Residenzlauf bot neben einer hohen Teilnehmerzahl bei den Breitensportrennen auch einen neuen Streckrekord bei den Frauen im „Lauf der Asse“: Margaret Wangari aus Kenia unterbot mit 31:14 den alten Streckenrekord um 12 Sekunden und lief gleichzeitig Weltjahresbestzeit über 10 km. Ausgestattet mit einem „Tempomacher“ – Landsmann Edwin Yano – lief die seit der WM 2013 in Moskau verletzte Wangari ein beherztes Rennen bei frühsommerlichen Temperaturen und sogar einigem Gegenwind auf der Strecke. Die Männer-Konkurrenz war hingegen nicht so schnell wie im Vorjahr unterwegs, aber genauso von Athleten aus Kenia dominiert. Den Sieg sicherte sich dabei bei seinem 10km-Debüt Nicholas Bor mit 28:16, vor Charles Maina (28:27) und Evans Kipkorir Taiget (28:39).

Doch Rekorde sind nicht alles beim Residenzlauf, denn der Breitensport steht bei dieser Traditionsveranstaltung ebenso im Vordergrund. Aber auch hier war es fast rekordverdächtig: das Teilnehmerfeld von 1937 Startern über 10 km war das zweitgrößte in seiner 26jährigen Geschichte. Der Rekord aus dem Jahre 2010 wurde gerade mal um 12 Starter verpasst. Und trotz Ferienauftakt in Bayern gingen über 3000 Kinder und Jugendliche bei einem der wohl größten Schülerläufe in Deutschland auf die Straße. Insgesamt machten 5803 Starter den Residenzlauf 2014 wieder zur größten Breitensportveranstaltung in Unterfranken.